Tag 6 Bericht: Rumänien – Schweiz

Heute standen 500 Kilometer von Saint Etienne nach Paris auf der Agenda mit anschließendem Besuch des Spiels Schweiz gegen Rumänien. Geplant war eine Abfahrt zwischen acht und halb neun. Ich schaute nach dem Aufwachen auf mein Handy und dieses zeigte mir 8:34 Uhr an. So trommelte ich schnell die gesamte Belegschaft wach und um 8.57 Uhr bewegte sich unser Wohnmobil gen Norden. Die Fahrt verlief problemlos, ca. 100 Kilometer Landstraße mussten nicht wegen möglichen Mauteinsparungen, sondern weil es keine Autobahn gab, bewältigt werden.

Gegen halb vier kamen wir am Indigo Campingplatz in der Pariser Innenstadt an. Dieser ist der Hauptanlaufpunkt der deutschen Fans, da hier sehr viele Fans untergebracht sind, sei es per Wohnmobil oder in den vorhandenen Bungalows. Noch bevor wir einfahren konnten, wurden wir von Anna, deutscher Aushilfskraft abgefangen. Wir könnten nicht rein, da aufgrund des Überlaufs der Seine nicht genug Platz für alle Wohnmobile vorhanden seien. Es gab ein Hin und Her an Argumenten, wir hatten ja schließlich gebucht. Und ich wähnte mich in einer guten Position, da ich davon ausging, dass Anna unser 7 Meter Schiff nicht so leicht vom Eingang entfernen könne. Als sie hartnäckig blieb und uns immer wieder aufforderte zu fahren, bat ich sie höflich ihren Chef zu holen, da ich eine weitere Diskussion mit ihr als nicht zielführend einschätzte. Nach dieser Bitte wies sie uns einen Stellplatz zu, keine offizielle Parzelle, sondern im Eingangsbereich am Rand und ohne Strom. Geht doch. Strom hatten wir nach fünf Minuten auf Nachfrage hin bei unseren Bungalow-Nachbarn angezapft. Darin sind wir ja mittlerweile geübt!

Ein Willkommensgetränk aus unserem eigenen Vorrat später machten wir uns auf den Weg zum Stadion. Am Eingangsbereich weilte auch grade Mark Forster, einigen bekannt aus der Musikbranche. Mein erstes Promifoto bei der EM. Enttäuschende Quote bisher, das geb ich zu. Aber da wir immer ziemlich zeitnah erst bei den Spielen am Stadion sind, blieb da bis jetzt kaum Zeit für. Wird sich aber bestimmt noch ändern…😉
So, die Zeit drängte, in knapp 45 Minuten mussten 6 Kilometer bewältigt werden. Auf dem Weg zum Bus, von dem wir noch nicht mal sicher waren, ob es der richtige ist, fragte ich einen Autofahrer, ob er uns ein Stück mitnehmen könne. Der nette Geschäftsmann im Audi A6 stimmte zu, und da wir uns sympathisch waren, fuhr er uns bis zum Eingang des Stadions. So kamen wir pünktlich zu den Hymnen auf unseren Plätzen an.

Beim Spiel gingen die Rumänen durch einen von meinem Platz gesehen unberechtigten Elfmeter in Führung. Die schweizer Bundesliga-Troika um Memehdi glich verdientermaßen aus. Nach dem Spiel machten wir uns auf dem Weg zurück zum Campingplatz, ein Stück gemeinsam mit meinen bayrischen Spezln, wie sie zu sagen pflegen, Andi und Ilona.

Zum Abschluss des Tages grillten wir noch einmal unsere letzten Fleischreste aus dem Kühlschrank und ließen den Tag ausklingen. Um halb zwölf bekamen wir auf ein letztes Bier noch einmal Besuch von Steffen und seiner Freundin Eva. Die beiden fahren vier Wochen quer durch Frankreich und sehen sogar drei Spiele mehr als ich. Unverschämtheit. Belohnt wurde bisher ihr Trip neben schönen Erlebnissen, wie wir sie auch tagtäglich erleben, durch ein Auftritt im Morgenmagazin. Mittlerweile lehnen sie schon Fernsehanfragen ab, so berichten sie. Um ein Uhr ging dann das Licht aus, da uns am nächsten Tag unser Doppelspieltag erwartete. Und das kann ich vorweg nehmen, zum nun wiederholten Male haben wir verschlafen, aber noch alles rechtzeitig geschafft.

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