Hockey, Springreiten, Ringen ist eine gute Kombi…(6.8.)

Wie gestern schon angekündigt, klingelte der Wecker heute um kurz nach sechs. Philipp und ich sind, was die Badbelegung betrifft, nach vier Übernachtungen eingespielt wie ein altes Ehepaar. So verließen wir um viertel vor sieben das Hotel, um uns auf den Weg zum Olympiapark zu machen. Dies klappt mittlerweile auch so gut und reibungslos, ohne dass man nach Verbindungen und Zugsteigen fragen muss – man kennt sich aus…! Pünktlich um halb neun saßen wir in der Riverbank-Arena, in der die Hockeyturniere ausgetragen werden, auf unseren Plätzen. Die Ausgangslage bei der Partie Deutschland – Neuseeland war, dass die deutschen Damen um Fahnenträgerin Natascha Keller einen Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied einfahren mussten, um sich die Minimalchance auf das Halbfinale zu wahren. Das Spiel endete 0:0, was aber ein wenig über die engagierte Leistung der Mädels hinwegtäuscht. Acht vergebene Strafecken und zwei (zu Recht) nicht gegebene Tore zeigen, dass man bei besserer Chancenverwertung durchaus das Ziel hätte erreichen können. Dafür wurden wir im zweiten, bedeutungslosen (beide Mannschaften waren schon ausgeschieden) Spiel zwischen den USA und Südafrika mit einem 7:0 Kantersieg der Afrikaner entschädigt. Des Weiteren konnten Philipp, Leo und ich uns bei sommerlichem Morgenwetter wunderbar über die Schlacht von Dünkirchen 1940, das Schulsystem in Deutschland und die Leidensfähigkeit von Alemannia-Aachen-Fans (Leo ist einer) – um nur eine kleine Auswahl der besprochenen Themen zu geben – fachsimpeln. Axel verschwand in der Halbzeit zu einem Treffen mit einem Bekannten und verpasste dadurch leider die ersten 4 Tore. Insgesamt aber ein sehr schöner Vormittag.
Um kurz nach 12 machten Philipp und ich uns auf zum Greenwich Park zu fahren. Beim Nullmeridian angekommen, machten wir noch unseren obligatorischen Einkauf in der Supermarktkette sainsburys (auch hier kenn ich mich fast schon besser aus als im heimischen real) und gingen dann durch das schöne Städtchen Greenwich zum Greenwich Park, in dem Wettbewerbe der Springreiter stattfinden. Im Hinterhof des National Maritime Museum und des Queens House, ein ehemaliger königlicher Palast, wurde ein Stadion errichtet. Viel erwartet hatte ich mir von dieser Veranstaltung nicht, auch oder gerade als ich am Vorabend lesen musste, dass das deutsche Team sang- und klanglos schon nach den ersten beiden Runden ausgeschieden war. Umso positiver wurden wir überrascht. Wie ihr auch auf dem Foto sehen könnt, hatten wir, ohne zu übertreiben, mit die besten Plätze im ganzen Stadion. Eine super Aussicht über London, unter uns genau der Ein- und Ausgang der Pferde samt Reiter, und die letzen Hindernisse waren auch auf unserer Seite, so dass wir die Pferde schnaufen hören konnten. Was ist zum Verlauf des Teamspringens zu sagen? Wo Philipp und ich sind, gewinnen die Inselaf…, die Briten natürlich. So auch heute, im Stechen setzten sie sich gegen die Equipe aus den Niederlanden durch. Die Atmosphäre änderte sich von anfangs royaler Zurückhaltung bis hin, dass zum Schluss während des Rittes der Niederländer über Abwürfe gejubelt wurde (sehr unsportlich im Kreise dieses Sportes).
Noch vor der Siegerehrung, die Philipp alleine schaute, machte ich mich auf zum Excel Exhibition Centre, ihr kennt das schon vom Judo, Fechten, Boxen und Tischtennis. Heute stand zum Abschluss des Tages Ringen im griechisch-römischen Stile an. Eine Urdisziplin der olympischen Spiele, daher durfte dies auch nicht auf meinem schedule fehlen. Ich sah die Finals der Männer in den Klasse 60kg, 89kg und 120kg. Das Publikum in der Halle passte sich denen der teilnehmenden Nationen an, bestand also vornehmlich aus Georgiern, Türken, Kasachen, Aserbaidschanern, Russen, Esten, Polen und 2 Deutschen. Jetzt fragt ihr euch, wer war der zweite Deutsche? Der Kampfrichter… Um 21 Uhr waren alle Sieger ermittelt und ich machte mich auf den Heimweg Richtung Croydon.
Morgen wirds ein ruhigerer Tag, es steht nur das 3-Meter-Springen der Männer und der Fußballklassiker Japan-Mexiko auf dem Programm.
Es grüßt
das Briten-Maskottchen-Glücksbringer Tjark

PS: Habe ein kleines Video von gestern noch hochgeladen…

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