Teil 2: Tottenham Hotspurs – Real Madrid

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Nach den grandiosen 24 Stunden in Glasgow konnte ich am Mittwoch morgen ausschlafen. Das bedeutete aber nicht mehr und nicht weniger als ca. 4 Stunden Schlaf, da Andi schon einen frühen Flieger gen Heimat gebucht hatte. Auf das Frühstück verzichtete ich, und so ließ ich es den Morgen ruhig angehen, schaute mir noch mal die Highlights des vergangenen Abends an, sei es auf youtube oder die selbst auf dem Handy aufgenommenen Video-Clips. Um 11.30 Uhr machte ich mich dann auf zum Flughafen.

— Rückreisen über London —

Meine Reisepläne sahen vor, dass ich nicht direkt zurück nach Frankfurt fliegen sollte, sondern ein kleiner Abstecher über London die günstigste Rückreisemöglichkeit war. Dass abends im Wembley-Stadion noch Real Madrid gastierte, um die Hotspurs aus Tottenham herauszufordern war ein netter Zufall. Um 13.40 Uhr ging der Flieger nach London, am Flughafen in Glasgow machte ich noch Erinnerungsfotos mit Giovanne Elber und Kalle Rummenigge. Um kurz nach drei war ich dann in London, bzw. in Gatwick-London. Ist nicht so krass wie Frankfurt Hahn nach Frankfurt, aber 40 Kilometer sind es schon. Mit dem Unterschied, dass es trotzdem noch zu London gehört. Aber wer weiß, vielleicht gehört ja in ein paar Jahrzenten Hahn auch schon zu Greater Frankfurt…

Um viertel nach vier war ich dann an der Liverpool Street im Zentrum Londons, wo ich Frau Gemahlin auf einen Kaffee traf. Sie war schon früh in „ihrer“ Stadt am Morgen angekommen, hatte den Tag über ein wenig geshoppt und war nun auf dem Sprung zu einem Konzert ihrer Lieblingsband. Nach dem Kaffee trennten sich auch schon wieder unsere Wege für ein paar Stunden. Sie zum Konzert, ich in den nächsten tesco Laden rein. Wer ein genauer Leser meines blogs ist, weiß, dass ich mich vor ein paar Jahren, also 2012 während der olympischen Spiele, mal knappe 2 Wochen nur von den köstlichen meal deals dieses Supermarktes ernährt habe. Auf gute alte Zeiten gönnte ich mir dieses Mal also auch wieder ein paar Sandwiches und zog mit reichlich Proviant Richtung Stadion.

— Hello John… —

Was hatte ich mir von dem Spiel erhofft? Um ehrlich zu sein nicht sehr viel. Klar, es ist Real Madrid, klar es ist das Wembley-Stadion, klar es sind 90.000 Zuschauer da, klar Christiano Ronaldo spielt. Aber hey, nach Glasgow konnte man eigentlich nur enttäuscht werden. Dachte ich. War aber nicht so. Ich war früh auf meinem Platz und hatte die Absicht mich wie gewohnt, wenn ich alleine im Stadion bin, mir einen besseren Platz auf der Haupttribüne zu suchen. Aber kurz vor Anpfiff setzte sich John auf den neben mir noch freien Platz. Und John war das Eintrittsgeld 10x wert. Das Spiel begann, Real war wie die letzten Wochen auch, gar nicht souverän. Tottenham wurde von Minute zu Minute mutiger und es entwickelte sich ein munteres Spielchen. Auch zur Begeisterung von John. Eine Cola hatte er sich mitgebracht. Diese verfeinerte er aber in regelmäßigen Abständen mit dem Hinzufügen eines guten Schusses Wodka aus der Flasche, die er aus seinem Ärmel hervorzauberte. Ein Bild für die Götter. John ließ mich an seinem Getränk teilhaben. Mein Plan war eigentlich – nach dem gestrigen Abend – auf Alkohol zu verzichten und mir „in Ruhe“ ein schönes Spielchen anzuschauen. John durchbrach alle Pläne. In der Halbzeit spendierte ich uns jedem noch eine Cola, und wir leerten die Wodka Flasche bis zum Spielende. Die Tore wurden extatisch gefeiert. Irgendwann führte Tottenham 3:0 gegen die Madrilenen, und das sonst bei den Tottenham-Anhängern so ungeliebte Wembley-Stadion (nächstes Jahr ziehen sie in ihr neues eigenes Stadion) erlebte eine furiose Stimmung. Natürlich musste der Lackaf… der weltbeste Spieler noch sein Tor machen, das trübte jedoch nicht die Freude der meisten im weiten Rund.

— Das wars in 2017, 2018 kommt… —

Nach dem Spiel machte ich mich auf Richtung U-Bahn, schmuggelte mich über 2 Seitenstraßen an ungefähr 30.000 Londonern vorbei, die brav in der Schlange zur U-Bahn-Station standen, und nahm den nächsten Zug Richtung Innenstadt. Von dort ging es mit dem Bus weiter nach London Stansted, auch ca. eine gute Stunde vom Big Ben entfernt. Dort traf ich wieder meine bessere Hälfte (ihr Bus war 3 Minuten eher aus Southend-on-Sea da) und wir gingen in das 400 Meter vom Terminal neu gebaute Hilton um uns ein paar Stunden auszuruhen.

Um 6 Uhr klingelte der Wecker, um halb sieben verköstigten wir leckere baked beans, mushrooms und black pudding. Und um kurz nach sieben standen wir in der überraschend langen Security-Check-Schlange am Flughafen. Der Flieger sollte um acht gehen, aufzugebendes Gepäck hatten wir nicht, trotzdem hatten wir um zwanzig vor acht ein wenig Sorge, dass wir den Flieger nicht mehr erreichen würden. Das Schild „8 minutes to gate 51-58“ forderte mich natürlich heraus, der wahrscheinlich erste Passagier zu sein, der es in 3 Minuten schaffte dort zu sein. Atemlos (soll ich im Januar auch einen Bericht über meinen Helene-Fischer Besuch schreiben…..???) erreichte ich das Gate um festzustellen, dass der Flieger noch nicht da war. Nach über einstündiger Verspätung flogen wir dann los, so dass wir um kurz vor elf in Frankfurt landeten.

Ein wunderschöner 2-Tages-Trip ging zu Ende, viele Erinnerungen über nette Schotten, nette Johns werden im Gedächtnis bleiben. Die Woche wurde noch mit den Besuchen der beiden Spiele Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen und Borussia Dortmund gegen Bayern München abgerundet, welche es aber im Vergleich zu dieser Tour es nicht wert sind, einen eigenen Bericht zu bekommen.

Dies war es dann wahrscheinlich auch für 2017 auf meinem kleinen blog. 2018 wirft seine Schatten schon mit zahlreichen Highlights voraus. Im Februar steht der Ball des Sports in Wiesbaden an, im Sommer die WM in Russland (geplant ist eine Halbfinal & Final-Tour), im September der Ryder Cup in Paris (Samstag und Sonntag bin ich vor Ort)  und dazwischen bestimmt immer wieder mal ein stinknormales Fußballspiel in Deutschland oder sonst wo auf diesem Planeten.

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